Derzeit wird viel über das Buch und den Film The Da Vinci Code – Sakrileg gemunkelt. Geht es doch um Jesus, Magdalena und verschlüsselte Botschaften in der Bibel. Zu dem Thema ist mir ein relativ unbekanntes und nur schwer erhältliches Werk von John M. Allegro bekannt.

“JOHN M. ALLEGRO, geb. 1923 in London, war im Zweiten Weltkrieg Marineoffizier, vorübergehend methodistischer Geistlicher und studierte schließlich Theologie, Griechisch und semitische Sprachwissenschaften. Er hatte wesentlichen Anteil an der Entzifferung der Schriftrollen von Qumran (1952). Sein Buch “Die Schriftrollen vom Toten Meer” war ein Weltbestseller und führte zu heftigsten Auseinandersetzungen mit kirchlichen Kreisen”,
heißt es viel versprechend im Klappentext, der wie folgt weiter geht:
“Mit seinem Werk die “Schriftrollen vom Toten Meer” erregte Allegro weltweites Aufsehen. Nun legt der Gelehrte Ergebnisse weiterer Forschungen vor: Ein uralter Fruchtbarkeitskult, dessen Eingeweihte durch Rauschgiftgenuß mit der Gottheit in Verbindung traten, steht am Ursprung aller Religionen und damit auch des Christentums.
Seit der Mensch die Vorstellung gewonnen hat, seine Existenz hänge von der Gnade oder Ungnade einer überirdischen Macht ab, die seine Felder reife Frucht tragen oder sein Vieh zugrunde gehen lassen konnte, war er bestrebt, mit der Gottheit in Verbindung zu treten und sich ihres Wohlwollens zu versichern. Aber er war sich auch darüber im klaren, dass es eines außerordentlich hohen Einsatzes bedurfte, um dieses Ziel zu erreichen. Um der Gottheit teilhaftig zu werden, musste er sich einer Droge bedienen, die ihn in Ekstase versetzte, die ihm Halluzinationen und Visionen schenkte. Er gewann das Rauschgift aus der Amanita muscaria, dem Fliegenpilz, und bezahlte für die “Erleuchtung” nicht selten mit dem Leben.
Freilich wussten immer nur kleine Gruppen von Eingeweihten um dieses Geheimnis. Sie waren sorgfältig darauf bedacht, ihre Riten vor der Außenwelt zu verbergen; die Formeln und Zaubersprüche, die dem Kult des Heiliges Pilzes dienen sollten, wurden Jahrtausende lang nur mündlich weitergegeben. Erst als schon in historischer Zeit die Geheimhaltung durchbrochen wurde und die Anhänger Verfolgungen ausgesetzt waren, legten sie ihr geheimes Wissen in verschlüsselter Form schriftlich nieder, damit es nicht für alle Zeit verloren gehe.
Allegro behauptete an Hand eingehender philologischer Untersuchungen, dass gewisse sumerische und altsemitische Texte, ja sogar das Alte Testament und die Geschichte des Jesus von Nazareth nichts anders als verschlüsselte Berichte über die Riten des Pilzkultes sind. Folgt man seinen Überlegungen, so ergibt sich eine Fülle schockierender Fragen: Waren die Visionen der Propheten in Wirklichkeit Halluzinationen, hervorgerufen durch den Genuß von Rauschgift? Sind unsere religiösen Zeremonien Überbleibsel früher heidnischer Riten? Und: War Jesus Christus ursprünglich nur das Symbol einer geheimen Fruchtbarkeitsrelegion?”
Der Autor steht mit seinen Gedanken zwar ziemlich allein auf weiter Flur. Das macht in allerdings in meinen Augen nur umso sympathischer!











































Die besten Szenen im Film sind die Darstellungen der Uchronien, denn schliesslich sind wir wir nur eine Folge von selbsterzählten Geschichten.
Hallo,
habe den nachfolgenden Beitrag zu –The Da Vinci Code – gefunden und finde die Sichtweise des Autors auch interessant.
Der Link: http://heuteblog.de/2006/05/26/
Viel Spaß
Andi