Coffeeshops öffnen nicht mehr für Ausländer

Dass Coffeeshops in den Niederlanden dicht machen, ist seit Jahren nichts Neues. Den Holländern ist vor allem der Drogentourismus, wie es ihn mittlerweile auch nach Tschechien gibt,  ein Dorn im Auge. Jetzt wurde bekannt, dass die Niederlande eine neue Gangart im Kampf gegen den Drogentourismus einschlagen.

Coffeeshops sollen Klubs werden, in denen nur registrierte Mitglieder Cannabis und andere in den Niederlanden tolerierte Drogen erwerben und konsumieren dürfen. Falls jetzt jemand auf die Idee kommt, dass diese Regelung nicht mit der europarechtlich garantierten Waren- und Dienstleistungsfreiheit vereinbar sei, muss ihm Sand in die Augen gestreut werden.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat sich mit der Sache bereits befasst. Der EuGH entschied, dass die niederländische Ausländersperre nicht gegen Europarecht verstoße, keine Diskriminierung von EU-Bürgern vorliege, weil die Bekämpfung von Drogentourismus und dessen Exzessen gerechtfertigt sei.

Die spannende Frage ist, inwieweit die Regelung den Drogentourismus tatsächlich eindämmt. Naheliegend ist die Annahme, dass Drogenhändler versuchen werden, den Touristen auf der Straße ihr Zeug anzudrehen. Na, mir kann es egal sein – mit meinem niederländischen Reisepass könnte ich vermutlich Klubmitglied werden.

Fällt nur noch die passende Reise – leider war ich schon seit acht Jahren nicht mehr in Holland.

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