Friedrich Merz: Büttenrede eine Blüte ?

Der Karnevalist und CDU Politiker Friedrich Merz soll einer Meldung von Rettet-das-Internet zufolge seine Karnevalsrede auszugsweise aus dem Internet-Satiremagazin zyn.de übernommen haben. Monika R. aus Bielefeld ist die Autorin der Texte, die von Merz unerlaubt vervielfältigt worden sein sollen. Der Präsident des Aachener Karnevalsvereins hat seine ganz eigene Rechtsansicht, soweit er meint, wenn Merz der Text zugeschickt worden sei, dann dürfe er diesen auch verwenden. Das muss wohl ebenfalls ein Karnevalsgag des Präsidenten gewesen sein. Denn selbst wenn die Urheberin der Texte Friedrich Merz diese zugesandt hätte, ergibt dies noch lange kein Nutzungsrecht für Merz. Aber es wäre auch neu, wenn sich ein Karnevalsverein auf Rechtsberatung spezialisiert hätte. Andererseits geben die karnevalistischen Tage viel Anlass für Rechtsberatung, z.B. im Familienrecht. Man denke nur an die jährlich messbar steigende Geburtenrate ca. 9-10 Monate nach Aschermittwoch, wenn alles vorbei ist. Merz selbst nimmt das Urheberrecht auch nicht wirklich ernst, soweit er ausführt: “Aber selbst wenn ich es gewusst hätte: Es gibt keine Rede auf dieser Welt, in der alles neu ist. Und gerade im Karneval wird mancher Witz auch zwei Mal erzählt.”

Genau. Demnächst rate ich meinen Mandanten, die wegen Filesharing Probleme haben, dass sie einfach sagen sollen, es gibt keinen Film und kein Spiel, dass nicht zweimal gesehen oder gespielt worden wäre. Tzzz.

Näheres zu dem Fall bei Intrinet.

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