Abmahnanwalt Gravenreuth tot! Und wer tritt Gravenreuths Erbe an?

Günter Werner Freiherr von Gravenreuth, bekannt für seine zahlreichen Abmahnungen, oft auch in eigenen Angelegenheiten, und seine Verurteilungen wegen Betrug und Urkundenfälschung, ist tot.

“Um 01:15 Uhr schickte Günter Freiherr von Gravenreuth eine Abschiedsmail an all seine Kontakte. In seinem "letzten Gruß in die Runde" gab er bekannt, dass er sich nun mit einer scharfen Waffe umbringen würde. Die in der E-Mail genannten Motive  für seinen Selbstmord sind sehr vielfältig aber alle privater Natur,”

heißt es bei gulli.

Ins Gefängnis wollte er nicht freiwillig, aber daran hätte wohl kein Weg mehr vorbeigeführt, nachdem er mit allen Rechtsbehelfen gegen seine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe gescheitert war.

Schade eigentlich, dass sich Gravenreuth so aus der Affäre gezogen hat. Oder war es doch nur ein Hoax und Gravi mahnt am Ende alle Blogger ab, die die Nachricht über seinen Freitod verbreitet haben?

Nachtrag
Bei Youtube habe ich eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1988 gefunden, in der Gravenreuth über sich sagt, dass er Cracker ausgehoben habe. Zur Signatur “Dr. Mengele Paraguay” eines Crackers sagt er irgendwie seltsam cool:

“Dr. Mengele, Paraguay, so nach dem Motto, den haben sie auch nicht erwischt.”

Nachtrag 2
Unter dem Titel Wie Gravenreuth Minderjährige um Raubkopien anbettelt, werden zwei von Gravenreuths legendären Tanja-Briefen veröffentlicht.

Nachtrag 3
Bei Fastix, einem der schärfsten Widersacher, mit dem es Gravenreuth am Ende zu tun hatte, bin ich auf Verfahren aufmerksam geworden, die Gravenreuth gegen den Strato geführt, und am Ende alles verloren hatte – kurz vor seinem Freitod.

Das Urteil des OLG Hamburg vom 16.02.2010 – 7 U 88/09 – ist im Volltext über die Urteilssammlung von SEWOMA® abrufbar.

EvernoteAmazon Wish ListYahoo BookmarksHotmailDeliciousGoogle ReaderWordPressGoogle BookmarksShare