“Leiste Tragearbeit vor Ort für Privat und Gewerblich (Zementsäcke, Fliesen, Kisten usw. – auch Umzüge).Zeitlich flexibel, zügig und zuverlässig.”
Dieses Angebot klebte heute Morgen an einem Laternenpfahl in der Nähe unserer Kanzlei. Klingt nach einem beeindruckenden starken, zuverlässigen Mann. So einen könnten wir gebrauchen, z.B. zum Schuldenabtragen (Inkasso), auch eine Tragearbeit im weitesten Sinne.
Die Gerichtsvollzieher in Deutschland und ganz besonders in Berlins Ostbezirken kehren nämlich immer öfter mit leeren Händen zurück, weil ihnen dieselben durch die Gesetze gebunden sind.
Zivilrechtliche Habenichte stellen eine immer größer werdenden Bedrohung gerade für kleine und mittlere Unternehmen dar. Zivilrechtlich sind diese Habenichte nicht zu belangen.
Einem nacktem Mann kann ein anderer Mann nicht in die Tasche greifen.”
Strafrechtlich droht den Habenichten, zumindest in Berlin nicht viel. Die Berliner Staatsanwaltschaft ist hoffnungslos überlastet und stellt die meisten Verfahren gegen die Habenichte ein, auch wenn der erhärtete Verdacht eines Betruges oder einer anderen gegen das Vermögen gerichteten Tat besteht. Die Staatsanwaltschaften operieren wahrscheinlich auch wirtschaftlich. Wenn sie ahnen, dass eine Geldstrafe ohnehin nicht beigetrieben werden kann und ein Gefängnisaufenthalt dem Staat täglich mehr als Hundert Euro kostet, wäre es streng genommen sogar asozial (gegen die Gemeinschaft gerichtetes Verhalten) gegen Habenichte Gerichtsverfahren einzuleiten, die weiteres gutes (Steuer-)Geld verbrennen.
Also, was nun? Alternativen müssen her!










































