Halunke ist laienhaft ausgedrückt ein anderes Wort für einen Verbrecher. Juristen bezeichnen einen kriminellen Straftäter allerdings nur dann als Verbrecher, wenn der Delinquent eine Straftat begangen hat, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist, § 12 Strafgesetzbuch. Andere Wörter für Halunken sind Gangster, Gauner, Schlawiner oder Spitzbuben.
Kürzlich hörte ich jemanden sagen:
Der Barthel weiß, wo man den Moscht holt!
Diese Redensart oder auch die Abwandlung,
dann zeig ich dir, wo der Barthel den Moscht holt,
sind ebenfalls Sprüche, die gern von Spitzbuben verwendet werden.
„Wissen, wo Barthel den Most holt” meint, sich zu helfen wissen, alle Schliche kennen, sehr gewandt, hintertrieben, schlau und verschlagen sein.
Zurückzuführen ist die Redensart wahrscheinlich auf den Gedenktag des heiligen Bartholomäus, den 24. August.
Dieser Tag ist für den Ausgang der Weinernte wichtig. Für Bauern und Winzer war dies ein Lostag. In einem Hinweis von 1872 aus Augsburg heißt es, dass alle Wirte ihre Schankgerechtigkeit verlören, wenn sie an Bartholomä noch keinen Most hatten.
Denn:
Das muss schon ein verflixt gewitztes Kerlchen sein, der weiß, wie man am Barthelstag zu (trinkbarem) Most kommt.
Eine andere Auslegung:
Bartel” Verdrehung aus bartel = hbr. barsel = Brecheisen.
“Most” verdreht aus mos = Geld.Also eigentlich : Er weiß, wie man mit Brecheisen Geld schafft.
Das ist eine Redewendung aus dem Rotwelsch. Einer Gaunersprache in Europa im Mittelalter. Fahrendes Volk, Landstreicher und Gauner haben damals ihre eigene Geheimsprache gahabt.
(Quelle: DeQnA.com – Alle Fragen und Antworten auf Deutschland)











































