Jamba Jammer: Fox You

Jamba, ein Dienst der Jungs von Alando, die rechtzeitig an eBay verkauften und so reich wurden, aber längst noch nicht genug hatten und Jamba schuffen. Mittlerweile ist Jamba in den...

Jamba, ein Dienst der Jungs von Alando, die rechtzeitig an eBay verkauften und so reich wurden, aber längst noch nicht genug hatten und Jamba schuffen. Mittlerweile ist Jamba in den Besitz des Medienmoguls Rupert Murdoch aufgegangen.

Ein Freund von mir surfte neulich mit seinem iPhone auf der WAP-Seite der BILD-Zeitung. Auf seiner nächsten Telefonrechnung fand sich zu seinem größten Erstaunen einen Betrag von € 9,98, der von T-Mobile zugunsten der Firma Fox Mobile Distribution GmbH eingezogen wurde. Er konnte sich noch daran erinnern, dass sich bei seinem Besuch der BILD-WAP-Seite ein Popup-Fenster öffnete, das er sofort wegklickte. Kurze Zeit später erhielt er eine SMS von Jamba. In dieser SMS bestätigte Jamba einen angeblichen Vertragsschluss. Die SMS hielt er für unwichtig, aufgedrängte Werbung, die er nicht weiter beachtete. An einen Vertragsschluss mit Jamba, wie unter echten Männern, die sich virtuell die Hände reichen, kann er sich mitnichten erinnern.

T-Mobile könne nichts für ihn tun, erfuhr er über die Hotline. Darum wandte er sich an die Klingelton-Zocker von Jamba und erhielt auch eine Antwort:

“Unter der angegebenen Mobilfunknummer wurde das folgende Paket über unser WAP-Portal beauftragt:

Jamba TopGrafik Sparabo zu 4,99 EUR pro Woche, Bestellung über unsere WAP-Seite wap.jamba.de, bestellter Dienst: Angelina Jolie

Die Einwahl in das WAP und nachfolgende Bestellungen über Ihre Rufnummer sind nur dann möglich, wenn der Nutzer im Besitz der SIM-Karte ist.

Ausweislich unserer Unterlagen wurden die von Ihnen in Abrede gestellten Leistungen von der im Betreff genannten Mobilfunknummer beauftragt und von
uns ordnungsgemäß erbracht. Es liegen somit nachweislich Bestellungen und ein entsprechender Vertragsabschluss vor.

Ein Anspruch auf Rückerstattung der zu Recht abgerechneten Beträge besteht daher nicht.”

Er ist nicht der einzige, der über einen solchen zauberhaften Vertragsschluss berichtet. Andere nennen es gar Jamba-Abzocke. Die ersten beiden der nachfolgende Internetberichte sind aktuell und weisen daraufhin, dass es sich um eine neue Masche handelt.

Forum Computerbetrug (iPhone speziell)

Android-Hilfe (Android speziell)

Telefon-Treff.de

Forum Chip.de

wer-weiß-was

SPIEGEL ONLINE

SPREEBLICK mit dem Klassiker: Jamba-Kurs

Wenn ich betroffen wäre, würde ich aus Prinzip meine entsprechenden Lastschriften beim Telefonprovider widerrufen und anschließend den um die unberechtigten Jamba-Forderungen geminderten Betrag an den Provider zurücküberweisen und diesen über meine Verrechnung informieren. Soll Jamba mich doch verklagen und den Vertragsschluss vor Gericht beweisen, würde ich mir sagen. Dies ist für den Otto-Normalbürger allerdings ein aufwendiger, unbequemer Weg; insbesondere dann, wenn man in der Zeit, die dafür draufgeht, deutlich mehr verdienen bzw. kostbare (Frei-)Zeit verlieren würde, als man durch die Aktion gewinnen könnte.

Ob Jamba sich vorstellen kann, dass viele Kunden zu bequem sind, den beschwerlichen Weg zu gehen, um auf dem Gipfel angekommen, sich obendrein bei der Bundesnetzagentur über Jambas Geschäftspraktiken zu beschweren, kann ich nur spekulieren.

Übrigens: Jamba-Abos zu erhalten ist nicht schwer, Jamba-Abos zu kündigen, (ohne Anleitung) dagegen sehr:

Alle Aboverträge mit Jamba kündigen ==> SMS an die Nummer 3333 mit dem Text STOP ALLE senden und der Spuk hat ein Ende.

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