Musik-Doping: Doping durch Techno?

In den USA ist der Siegerin eines Marathonlaufs in Milwaukee ihr Sieg wieder aberkannt worden. Die Veranstalter wurden nachträglich auf ein Foto aufmerksam, das Gewinnerin während des Marathonlauf mit einem...

In den USA ist der Siegerin eines Marathonlaufs in Milwaukee ihr Sieg wieder aberkannt worden. Die Veranstalter wurden nachträglich auf ein Foto aufmerksam, das Gewinnerin während des Marathonlauf mit einem an der Hüfte befestigten iPod zeigt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach einer  Klausel des aktuell geltenden Reglements des US-Leichtathletikverbandes USA Track & Field (USATF), ist die Verwendung von elektronischen Geräten bei Laufevents in den Eliteklassen generell untersagt.

Die Gewinnerin äußerte sich und leistete der Disqualifizierung mit ihrer Aussage noch Vorschub:

"Ich finde das lächerlich. Ich habe dort mitgemacht, um ein spaßiges Rennen mit Freunden zu erleben", ärgert sich Goebel. Den Musikplayer habe sie ohnehin nur zwischen Meile 19 und 21 eingeschaltet gehabt, um sich ein wenig mit einem Mix aus Alternative Rock und Techno anzutreiben.”

In Deutschland sind elektronische Hilfsmittel noch nicht verboten, wie kürzlich beim Berlin Marathon beobachtet werden konnte. Aber vermutlich nicht mehr lange.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bestimmte Musik auf manche Menschen anspornend wirkt. Auf andere Menschen wird sich Musik nicht leistungsfördernd auswirken. Daher wäre es ungerecht, dem einen die Möglichkeit zu bieten, sich mit Musik zu doppen, gegenüber denjenigen die gegen Musik-Doping immun sind.

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