Nie wieder Neckermann!

Warum meine erste Bestellung bei Neckermann die letzte Bestellung war, möchte ich kurz mitteilen. Anlass für meine Wut auf das Unternehmen Neckermann ist die nachfolgende Antwort aus der Finanzabteilung auf meine Bestellung vom 9. April 2009.

neckermann 

Ich hätte mit meiner Bestellung bei Neckermann gern den Geburtstagwunsch meiner Mutter erfüllt. Bei meiner Bestellung habe ich eine abweichende Lieferadresse angegeben, nämlich die meiner Mutter. Dass ich im Rahmen des Bestellvorgang nach dem Geburtsdatum des Empfängers der Ware gefragt wurde, machte mich zunächst stutzig. Eigentlich hätte ich die Bestellung bereits an dieser Stelle abgebrochen, weil ich der Meinung bin, einem Versandhändler geht es nichts an, wann der Empfänger der Ware, der nicht der Vertragspartner ist, Geburtstag hat.

Aber ich dachte optimistisch und ging davon aus, dass Neckermann nachfragt, um abzugleichen, ob es sich um ein Geschenk handeln könnte und entsprechend die Sendung als Geschenk aufbereiten würde.

Statt die Bestellung jedoch auszuführen, wird auf Richtlinien verwiesen und dabei noch der Eindruck vermittelt, dass man sich an Gesetz und Ordnung halten würde, weil diese Richtlinien allgemein verbindliche Vorschriften wäre.

Es gibt keine verbindlichen Richtlinien, die den Versand auf Rechnung regulieren würden, soweit es lediglich um die Bonität geht!

Ich ärgere mich besonders über diese späte Nachricht, weil die Bezahlung mit meiner Kreditkarte beim Bestellvorgang abgelehnt wurde. Ich konnte auf Rechnung bestellen und erhielt umgehend eine Bestellbestätigung, ohne aber einen einzigen Hinweis darauf zu erhalten, dass zuerst meine Bonität geprüft werden müsse. Das ist keine Art mit Kunden umzugehen. Neckermann sitzt nicht allein im Boot. Ich habe mittlerweile schon einige Unternehmen auf meiner roten Liste stehen, die nie wieder einen Cent von mir erhalten werden – egal wie billig die Angebote sind. In solchen Sachen bleibe ich mir treu und verhalte mich wie ein sturer Stier.

Servicelandschaften in Deutschland verwüstet

Wenn ich mich früher mit der Geschichte von Neckermann beschäftigt hätte, hätte ich nie bei Neckermann bestellt. Laut Wikipedia hat der Firmengründer Josef Neckermann seine erste Warenhäuser im Zuge des aufkeimenden Nationalsozialismus günstig von Juden erworben:

“Im Zuge der „Arisierung“ jüdischer Firmen erwarb der Jungunternehmer 1935 von Siegmund Ruschkewitz dessen Textilkaufhaus in Würzburg sowie das Niedrigpreisgeschäft Merkur mit insgesamt 130 Angestellten sowie 60 Außendienstmitarbeitern. Der Kaufpreis lag weit unter Wert, doch vor dem Hintergrund der kurz zuvor erlassenen Nürnberger Gesetze blieb Ruschkewitz kaum eine andere Wahl, als am 25. Oktober 1935 seine Unterschrift unter den Kaufvertrag zu setzen. Ein drittes Warenhaus erwarb Neckermann mit dem Kaufhaus Vetter, ebenfalls in Würzburg ansässig und bereits durch den Vorbesitzer „arisiert“.” (Quelle: Wikipedia)

Vielleicht sollte ich mal wieder eine aktuelle SCHUFA-Auskunft über mich selbst einholen.

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