Pizza Campione Mondiale

Heute Mittag gehe ich lecker Pizza essen und hoffe dabei auf einen gut gelaunten Italiener zu treffen. Schade, dass Deutschland rausgeflogen ist. Aber die Mannschaft und das Land kann sich doch freuen, dass man so weit kam. Der 12. Mann hat dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt. Italien war gestern deutlich besser. Besonders auffällig war, dass die meisten Italiener keine Angst vor Zweikämpfen hatten. Die Deutschen dagegen scheuten oft den klaren Zweikampf. Um Raum zu gewinnen, versuchten sie das Passspiel.

Bernd Schneider hat den Sieg gestern Abend auf dem Fuß gehabt, als er völlig allein vor dem Torwart im 16 Meterraum stehend, den Ball gewohnt hektisch, aber diesmal nur wenige Zentimeter über das Tor der Italiener drosch. Der offensive Mittelfeldmann im Nationalteam behauptet von sich selbst auf seiner Homepage:

Defensivarbeit

“Hat früher nicht zu meinen Hauptaufgaben gezählt, weil meine Stärken in der Offensive liegen. Aber seitdem ich in Leverkusen bin, habe ich reichlich dazu gelernt und Erfahrung gesammelt. Auf der rechten Seite spiele ich mal offensiv, mal defensiv, was natürlich auch vom Gegner abhängt. Ich habe inzwischen auch eine andere, eine positive Einstellung zur Defensivarbeit. Und wenn man Erfolg hat, macht man alles gerne.”

Gestern hat er sein 70. Länderspiel absolviert und leider nicht sein 2. Tor geschossen.

Als Fußballlaie meine ich, dass es eigentlich gar nicht geht, als offensiver Mittelfeldmann zu spielen und ca. 200-300 Chancen zu benötigen, um 1 Tor zu schießen. Bernd Schneider schießt nämlich gern auf das Tor des Gegners. Leider trifft er nur selten überhaupt den Kasten und dann meist den Torwart. Wenn ich gemein wäre, würde ich sagen, Schneider ist schuld an der Niederlage im Halbfinale.

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