Am Wochenende las ich in SPIEGEL ONLINE einen Artikel über Psychopathen, in dem der Autor Frank Thadeuz über den Feldversuch des amerikanischen Neurowissenschaftlers Kent Kiehl schreibt. Kiehl versucht in seiner Studie den Geisteszustand von Psychopathen zu erklären.
“Rund 1200 Gefängnisinsassen hat Kiehls Team inzwischen examiniert und etwa 300 von ihnen als Psychopathen identifiziert. Die massive Datenerhebung per fMRT förderte eine völlig neue Erkenntnis zutage: In den Hirnen der untersuchten psychopathischen Häftlinge ist das limbische System zum Teil deutlich reduziert – jene Hirnregion also, in der Gefühle verarbeitet werden.”
Jeder vierte Gefängnisinsasse ist also ein Psychopath.
Der kanadische Psychologe Robert Hare schätzt, dass in jeder größeren Stadt ein bis zwei Prozent Psychopathen leben.
“Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslos.”
Quelle: Wikipedia
Und nun zum Missing Link:
Irre! Wir behandeln die falschen: Unser Problem sind die Normalen
So lautet ein Buchtitel des Psychiaters Manfred Lütz, der die These vertritt, dass die Psychopathen, die täglich unter uns sind, behandlungsbedürftiger sind als die meisten Insassen von Irrenanstalten.
Ich vermute, dass die Rechnung mit den ein bis zwei Prozent Psychopathen in jeder Stadt nicht aufgeht und tatsächlich noch viel mehr Psychopathen ihr Ding durchziehen.











































