RA Bernhard Syndikus, Partner von RA Fr. v. Gravenreuth als Raubkopierer in U-Haft ?

Die Handakte berichtet unter Bezugnahme auf die Tagesschau und Heise, dass Rechtsanwalt Bernhard Syndikus aus der Kanzlei Gravenreuth, der zuletzt durch seine fragwürdigen Abmahnungen gegenüber Dialerschutz.de und Computerbetrug.de (DPMS INFO berichtete) negativ auffiel, sich derzeit in wegen des Vorwurfs, massive Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz begangen zu haben, in Untersuchungshaft befindet. Zudem wird dem Rechtsanwalt vorgeworfen, Geldwäsche begangen zu haben und an der Gründung einer kriminellen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein. Obendrauf kommen Vorwürfe wegen Steuerverkürzung und Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, da Einnahmen nicht ordentlich versteuert und nicht jugendfreie Filme ohne Alterskontrolle verbreitet worden wären.

Hintergrund ist, dass eine kriminelle Vereinigung seit Mitte 2003 unter der Domain www.FTPWelt.com raubkopierte Filme und Software gegen Bezahlung anbietet. Über Server, die allesamt im Ausland positioniert waren, wurden mit zuletzt 45.000 Kunden monatliche Umsätze von ca. 150.000 € erzielt. Der Münchner Rechtsanwalt Syndikus soll für die Vereinigung in Kenntnis der Herkunft der illegalen Gelder ein Anderkonto für die Vereinigung geführt haben. Er sei für Rechtliches, Buchhaltung und Finanzen zuständig gewesen, so die federführende Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Dies ergebe sich aus sichergestelltem Schriftverkehr, berichtet Heise. Der in Berlin erscheinende Tagesspiegel berichtet in seiner heutigen Ausgabe, dass ein über die Kanzlei Gravenreuth und Syndikus verärgerter EDV-Experte den Vorgang aufgedeckt habe, indem er in das Netz der Raubkopierer eingedrungen sei und monatelang eMails und sensitive Daten abgehört habe. Die Computerzeitschrift c’t und dem Tagesspiegel liegen diese Informationen bereits seit Monaten vor. Man habe jedoch still gehalten, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre dies m.E. Grund genug, dem Rechtsanwalt seine Zulassung zu entziehen. Das wird die Gegner der Kanzlei Gravenreuth und Syndikus mit Sicherheit freuen. Komisch, dass derjenige, der am lautesten gegen jeden vermeintlichen Rechtsbrecher vorging, selber tief in kriminelle Machenschaften verwickelt sein soll. Was muss das für ein Mensch sein, der so extrem mit zweierlei Maß an die Welt herantritt. Wie kann ein Mensch eine derartig widersprüchliche Spaltung seines Weltbildes vertreten? Man darf gespannt sein, was das Strafverfahren noch für Wahrheiten ans Licht bringen wird. (Editiert von dpms am 08.02.2005)

Zumindest werden in Zukunft wohl weniger Abmahnungen aus München ausgesprochen.

Dieser Beitrag war geeignet, einen falschen Eindruck über Rechtsanwalt Bernhard Syndikus zu vermitteln. Ich bedauere den Vorfall, entschuldige mich öffentlich bei Rechtsanwalt Bernhard Syndikus und habe entsprechende Äußerungen, die geeignet waren, einen falschen Eindruck über Rechtsanwalt Bernhard Syndikus zu vermitteln, zurückgenommen.

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