Justizreformen sind eine schöne Sache, bald soll alles online funktionieren. Doch irgendwie scheinen die aktuellen Vorhaben an der Realität vorbeizugehen. Das Amtsgericht Schöneberg zum Beispiel braucht mittlerweile für die Bearbeitung eines Zwangsvollstreckungsauftrages (Sachpfändung) vier bis fünf Monate. Gut für die Berliner Schuldner, die dann meist wieder verzogen sind. Tolle Aussichten für die Rechtssicherheit in Berlin. Gut, dass andere (Berliner) Gerichte wesentlich schneller sind. Selbst das chronisch überlastete AG Tempelhof-Kreuzberg ist flotter. Wenn ich zuviel Arbeit habe, dann schalte ich jemanden ein, der mir bei meiner Arbeit hilft. Die für das AG Schöneberg zuständigen Personen sehen das offensichtlich anders. Outsourcing ein Fremdwort für deutsche Gerichte? Ich hoffe, nicht mehr lange!
Hier ist das offizielle Schreiben vom AG Schöneberg (Antrag ist übrigens Februar 2005 eingegangen):











































