SPAM und JOE-JOB – Wie man sich erfolgreich gegen den Vorwurf ein SPAMMER zu sein wehrt

Der Orgenda-Verlag, der zur Verlagsgruppe VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG gehört ist nach eigener Aussage auf der Homepage Opfer eines sog. Joe Jobs geworden. “Als Joe-Job bezeichnet man...

Der Orgenda-Verlag, der zur Verlagsgruppe VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG gehört ist nach eigener Aussage auf der Homepage Opfer eines sog. Joe Jobs geworden.

“Als Joe-Job bezeichnet man E-Mails mit gefälschtem Absender, die auf eine Person oder Institution verweisen, die damit diskreditiert werden soll. Häufig handelt es sich dabei um so genannten Spam, aber ebenso effektiv sind Hetzschriften mit rassistischem oder beleidigendem Inhalt.

Den meisten Computeranwendern ist nicht bewusst, dass der Absender, der in einer E-Mail eingetragen ist, durch beliebige Einträge ersetzt werden kann, was auch Spammer ausnutzen, um ihre Identität zu verbergen.

Namensgebend war Joe Doll. Der Amerikaner wurde im März 1997 Opfer einer derartigen Rufschädigungskampagne. Aufgrund der großen Menge von Beschwerden, Unzustellbarkeitsnachrichten und anderen Angriffen war das System von Joe Doll für zehn Tage nicht erreichbar.”
(Quelle: Wikipedia)

Scheint möglicherweise gut zu funktionieren, zu behaupten, ein anderer wolle mich schädigen und versendet dazu eMails in meinem Namen an Dritte, die in den Empfang weder ausdrücklich noch mutmaßlich eingewilligt haben.

Könnte es nicht auch sein, dass derjenige, der durch den angeblichen Joe-Job vom profitiert (immerhin wird seine Werbung transportiert), sich sein Wissen um den Blow Joe-Job zu nutze macht und bei den professionellen SPAMMERN den SPAM mit gefälschten eMail-Headern bestellt, weil er ja weiß, dass dieser Vorgang kaum nachweisbar sein wird?

Dass die Sache aufgeklärt oder gar die Wahrheit ans Licht kommt, ist nach meinen Erfahrungen von den deutschen Ermittlern nicht zu erwarten. Wird das Strafverfahren gegen den unbekannten Joe-Jobber eingestellt, haben es die Opfer der Joe-Job-SPAM-Attacke wahrlich nicht leicht, Ansprüche gegen den vermeintlichen SPAMMER durchzusetzen.

EINFACH WEITERKOMMEN – Ein Hoch auf den Joe-Job?

UPDATE
Was passiert, wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird?

Das ist ganz einfach erklärt. Natürlich ist der Orgenda-Verlag massenhaft von Rechtsanwälten abgemahnt worden. Brav antworten die Prozessbevollmächtigten des Orgenda-Verlages auf die Abmahnungen, schicken erst eins, dann zwei kurze Schreiben. Und zu guter letzt, spammt sendet man den Prozessbevollmächtigten der Geschädigten ein Telefax mit einer dritten Stellungnahme samt der Kopie einer Strafanzeige und allen Anlagen. An einem Freitagnachmittag werden so mal eben an jeden beteiligten Anwalt 46 (sic!) Seiten per Telefax vorab verschickt. Nicht an einen, nicht an zwei, sondern wahrscheinlich an ein Dutzend Anwälte deutschlandweit.

Damit haben die Prozessbevollmächtigten vom Orgenda-Verlag so richtig Fingerspitzengefühl bewiesen. Ist ja auch glas klar, dass derjenige, der Unterlassungsansprüche wegen unverlangt zugesandter eMails geltend macht, sicherlich in den Empfang eines 46-seiten starken Telefax einwilligt.

Ob diese Annahme stimmt oder nicht, klärt bald ein Gericht!

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