Heute erhielt ich unaufgefordert eine eMail von dem Unternehmen teliad Internetmarketing GmbH aus Stuttgart.
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Ich habe bei der Suche nach potenziellen Kunden Ihren Blog http://oby.de besucht. Wir bieten auf unserem Marktplatz das Produkt Postlink an, das für Sie interessant sein könnte.
Unser Produkt Postlinks erlaubt Ihnen auf den Unterseiten Ihres Blogs Backlinks im Content zu verkaufen. Hierfür stellen Sie einmalig Ihren Blog auf unserem Marktplatz ein. Wir ermitteln über einen Feed alle Posts / Artikel vollautomatisch. Die auf Ihrem Blog vorhandenen Texte stehen in unserer Artikel-Datenbank zur Buchung zur Verfügung. Ihr Angebot kann auf unserem Marktplatz ausschließlich über die Suche nach einem auf Ihrer Seite vorhandenen Keyword gefunden werden. Für jede Buchung erhalten Sie einen monatlich festen Preis, den Sie selbst bestimmen können. Die manuelle Einbindung der Buchung garantiert eine natürliche Linksetzung mitten im Content.
teliad arbeitet mit vielen namhaften SEO-Agenturen zusammen, die für das Linkbuilding Ihrer Projekte auf unserem Marktplatz nach passenden Angeboten suchen. Viele Kunden lagern den Linkbuilding Service auch komplett an uns aus. Die Vermarktungschancen sind dementsprechend hoch für hochwertige Angebote.
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Ich würde mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden, falls von Ihrer Seite Interesse besteht. Gerne kann ich Ihnen dann weitere Informationen zu unserem Marktplatz und den Funktionalitäten zukommen lassen.
Ich melde mich einfach öffentlich. Dann haben alle was davon. Ich halte das Angebot für rechtswidrig. Es wird dazu aufgefordert, redaktionelle und werbliche Inhalte zu vermischen. Denn ich verstehe das Geschäftsmodell so: Ich kann und soll in meine vorhandene Beiträge Links zu Seiten einfügen und erhalte dafür ein Honorar. Dass die Seiten irgendwie im Kontext zu meinen Beiträgen stehen, ist klar, aber das hat nichts mehr mit dem ursprünglichen redaktionellen Beitrag zu tun, der ja im Übrigen beendet ist. Hier noch mal zum auf der Zunge zergehen lassen:
“Die manuelle Einbindung der Buchung garantiert eine natürliche Linksetzung mitten im Content.”
Das ist für mich sukzessive Werbung, die nachträglich in einem redaktionellen Beitrag versteckt wird.
Oder habe ich etwas falsch verstanden?
Linkbuilding klingt ja deutlich besser als Schleichwerbung, aber für mich ist Linkbuilding in der hier dargestellten Form nichts anderes als Schleichwerbung. Schleichwerbung ist unfair und verboten. Dieses Linkbuilding ist ein echter Nachteil für Menschen, die es ehrlich meinen. Ich bin natürlich auch Realist und sehe ein, dass das Internet heute so funktioniert. Ich trotz dem und mache da nicht mit.
Andere sehen das anders, z.B. ist der Dompteuer der Bits, Jan Theofel, begeistert von teliad und zeigt in diesem Beitrag auch ganz gut, wie das Linkbuilding funktioniert bzw. nicht funktioniert. Theofel hatte auf der Seite www.kochpool-24.de einen Link gekauft, der auf seine interessante Rezeptseite Jan kocht WM-Rezepte verweisen sollte. Die WM 2006 ist längst vorbei; kochpool-24.de heute verwaist.
Mich interessieren weitere Beispiele. Kennt jemand Seiten, wo teliad Links versteckt sind und mag hier in den Kommentaren ein paar Links posten?
Ich meine so etwas muss nicht sein. Wer gutes tut, bekommt auch so seine Links. Das letzte Wort gebührt teliad, die über den Handeln von Textlinks schreiben:
“teliad distanziert sich ausdrücklich von Linksammlungen und -farmen, bei denen lediglich die übermäßige, kurzfristige Steigerung der Suchmaschinenrelevanz im Vordergrund steht. Stattdessen empfiehlt teliad ganz im Gegenteil, auf Qualität, Content und Themenrelevanz zu achten und den Textlinkhandel nicht zu übertreiben. Wenn eine Webseite beispielsweise sehr viele Outbound-Links aufweist (etwa im Footer), die themenirrelevant sind und sich ständig ändern, kann der Google-Algorithmus relativ einfach feststellen, dass eine Seite vermutlich Textlinks verkauft. Deswegen ist vom maßlosen Verkauf von Textlinks abzuraten.”
![SPAMMER: Agentur für Schleichwerbung Heute erhielt ich unaufgefordert eine eMail von dem Unternehmen teliad Internetmarketing GmbH aus Stuttgart. […] Ich habe bei der Suche nach potenziellen Kunden Ihren Blog http://oby.de besucht. Wir bieten auf...](http://oby.de/wp-images/2009/11/SpamInACan-515x250.jpg)










































Man kann zum Linkkauf stehen wie man will. Sehe das auch eher kritisch – aber es funktioniert halt schon. teliad ist ja auch nicht der einzige Anbieter. Rechtswidrig ist es mit Sicherheit nicht. Es ist ja auch keine “Schleichwerbung”, da es hier nicht um “Werbung” geht, sondern die Linkpop bei Google zu verbessern.
Wäre übrigens an Deiner Stelle etwas vorsichtig mit der Formulierung Angebote öffentlich als rechtswidrig zu bezeichnen. Nett gemeinter Tipp
Was ist Linkpop oder Domainpop genau ist, weiß ich nicht.
Ich verstehe darunter, dass die Relevanz einer Webseite in Suchmaschinen erhöht werden soll.
Warum will jemand immer vorn bei den Treffern dabei sein? Die meisten wollen Besucher auf ihren Webseiten, da sie oft allein durch den Besuch und das Einblenden von Bannern Geld verdienen. Viele Besucher erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand auf einen Banner klickt und der Betreiber der Seite daran verdient.
Was soll das sonst sein als Werbung? Webmaster werben um Besucher, weil sie durch Besucher verdienen.
Vom Internet ins reale Leben übersetzt, bedeutet dies, dass ich zum Beispiel an die Gelben Seiten Geld überweise dafür, dass ich ganz vorn stehe oder meine Anzeige sich deutlicher von anderen abhebt.
Vielen Dank für Deine Warnung, aber ich weiß mich zu wehren. Wenn ich äußere, dass ich das Angebot für rechtswidrig halte, ist das meine Meinung, die ich wiedergeben und unterlegt habe mit Tatsachen, die ich unaufgefordert von Teliad erhielt.
Mal ein ganz anderes Argument: Wo verbieten es denn solche Anbieter, dass man die Links nicht als Werbung kennzeichnen darf?
Ich halte Deine Äußerung, dass Du der Meinung bist, dieses Angebot sei rechtswidrig, für sehr gewagt. Auch wenn Du das als Meinung formulierst. teliad – längst nicht der einzige Anbieter – existiert seit Jahren. Ich wäre da vorsichtig.
Wenn die Links als Werbung als solche vom Text deutliche abgegrenzt sind, wäre das kein Problem, das ich hier öffentlich angesprochen hätte.
In vielen Fällen läuft es allerdings anders ab. Wer nach einem kostenpflichtigen Link zu einem Schlagwort, z.B. Anwalt sucht, erhält zum Beispiel das Angebot in dem Text auf der nachfolgenden Webseite zum Wort Anwalt verlinkt zu werden:
http://sicherheitstechnik-blog.de/2009/06/28/videoueberwachung-und-datenschutz
Das Wort “Anwalt” wurde auf meine Veranlassung zu SEWOMA verlinkt und ist nicht als Werbung gekennzeichnet.