Wieso werde ich das Gefühl nicht los, dass manche Blogger, auch solche aus der sogenannten A-Blogger Szene, eigentlich nichts anders sind als Linkmaschinen. Diese Blogger kopieren oft komplette News oder Teile der Nachrichten von den großen Nachrichtendiensten oder anderen Bloggern, fügen den Link zur Quelle hinzu und fertig ist der Blogbeitrag.
Google mag keine gespiegelten Seiten. Ich mag keine gespiegelten Seiten.
Niemand braucht gespiegelte Seiten.
Auffällig ist auch die Kooperation bestimmter Blogger untereinander. Es wird gegenseitig verlinkt, um das Pagerank zu erhöhen. Neues erfährt der Leser aber nicht. Diese Methoden sind respektlos den Lesern gegenüber. Wer hat schon die Zeit, ständig die Feeds zu von Hand zu filtern. Es bleibt mir wohl nichts anders übrig, als meine Feedliste am Wochenende zu “zensieren” und die Newsgrabber rauszuschmeißen. Ich bevorzuge persönliche Meinungen zu aktuellen Themen. Die bloße Wiedergabe von Ereignissen in einem Blog ist geistiger Datenmüll. Hier wie dort wird die Zeit der Leser gestohlen.
A-Blogger sind per Definitionem eines A-Bloggers solche, die pro Tag mehr als 1.000 Leser haben und dazu eine große Orientierungshilfe in der Flut der Nachrichten leisten.
B-Blogger haben zwischen 100 und 1.000 Leser am Tag und bieten immerhin noch eine kleine Orientierungshilfe.
C-Blogger haben weniger als 100 Leser am Tag und werden herablassend als Hausfrauenblogs mit Katzenkontent bezeichnet.
Nun glaube ich zu verstehen, warum Mein-Parteibuch besondern Beiträgen Katzenbildern hinzufügt.
Zur Kategorisierung der Bloggerszene in A, B und C-Typen, wie im Lexikon 2.0 bei turi2.de definiert, fällt mir ein:
Elitäre Scheiße.











































Ihre Kritik greift zu kurz, da sie Ihre persönliche Meinung verallgemeinern.
Diese Links zu neuen und aktuellen Inhalten und Verweise auf aktuelle Artikel/ Berichte sind sehr wertvoll, interessanter und bildender, als die meisten Meinungen. Selbstverständlich möchte auch ich auf eben diese blogtypischen persönlichen Meinungen nicht verzichten, aber eben die Mischung macht es. Diese Kombination ist mir wesentlich lieber, als konstant evtl. unfundierte Meinungen zu lesen, ohne das Thema und den Sachverhalt zu kennen. Niemand hat die Zeit, eben alle diese dort behandelten Quellen täglich persönlich durchzusehen, so ist der bereits selektive Hinweis in jurablogs.com hierauf grossartig und bietet einen beachtlichen Mehrwert. Ausserdem gibt es ja meist auch eine persönliche Anmerkung zum Artikel.
Das Argument der gegenseitigen Verlinkungen kann ich hingegen nachvollziehen, dass zu häufig gegenseitig verwiesen wird, um das pagerank zu erhöhen, ist eine zwanghafte und lästige Angewohnheit.
In conclusio: Links und aktuelle Berichte/ Artikel weiterhin, pagerank-Maximierung durch gegenseitige Verlinkungen reduzieren.
Sie haben natürlich Recht, dass eine ausgewogene Mischung aus aktuellen Links und eigener Auffassung ideal für ein gut besuchtes Blog ist.
Solche Blogs meine ich auch gar nicht. Erst recht habe ich nicht auf Jurablogs angespielt. Jurablogs steht außen vor. Bei Jurablogs handelt es sich doch um ein Blog-Kompendium, das ich sehr schätze.
Ich meine Blogs, die ständig nur Pressemitteilungen wiederholen und wenn überhaupt alle zehn Beiträge mal selbst auf die Tastatur drücken statt mit Paste&Copy zu arbeiten. Darin sehe ich kaum einen Sinn. Vor allem, wenn ich mir vorstelle, wie man in zehn Jahren mit solch einem Blog umgeht. Das will doch keiner mehr Lesen.
Aber über die Zeit, die ein Mensch täglich in sein Blog investiert, sollte man doch mal auch zukunftsorientiert nachdenken. Wer investiert heute schon gern seine Zeit in Sachen, die Übermorgen völlig wertlos sind.
Eigentlich Niemand.
Selbstreflexion würde manchen Blogger gut tun.
Es kommt immer darauf an, welchen Nutzen man aus den Jurablogs ziehen möchte. Ist man an aktuellen Entscheidungen interessiert, findet man z.b. bei jurablogs.com immer täglich aktuelle Pressemitteilungen zu interessanten Entscheidungen, ohne selbst zeitaufwändig suchen zu müssen. Ich bevorzuge dabei auch die offiziellen Pressemitteilungen, bevor ein Autor – ohne den tatsächlichen Inhalt der Entscheidung zu kennen – eine Pressemitteilung umschreibt. Manchmal kommt dann dabei nämlich etwas ganz anderes heraus. Eigene Meinungen zu den Pressemitteilungen oder weitergehende Verweise begrüße ich dagegen sehr.
Ich finde es nur schade, wenn die gute jurablogs-Suchfunktion nicht genutzt wird und eine Pressemitteilung zigmal, teilweise auch erst nach Wochen, von unterschiedlichen Autoren gepostet wird. Ein Doppelpost kann immer mal vorkommen. Im Grunde soll doch dieser Jurablogszusammenschluss dazu dienen, dass jemand eine interessante Pressemitteilung gefunden hat und meint, diese könne auch andere interessieren.
Eigene Beiträge einiger Autoren finde ich teilweise auch recht unterhaltsam und kurzweilig. Mich stört nur, dass die Blogbeiträge immer mehr zu einer Art Werbeplattform verkommen und unter einer Pressemitteilung dann noch so etwas wie „mitgeteilt von Rechtsanwalt XY“ gesetzt wird. Teilweise werden noch ordentlich Links zu (eigenen) anderen Onlineangeboten gesetzt, um deren Pagerank zu erhöhen.
Hallo,
gratuliere zu diesem Beitrag. Meines Erachtens gibt es zu viele Blogger, die tatsächlich, wenn überhaupt, nach zehn Copy-Paste-Vorgängen auch mal andere Tasten der Tastatur bemühen. Es gibt im Internet sehr viele und sehr gute News-Seiten. Dafür surfe ich nicht in Blogs. Sicher, ich möchte nicht jeden Copy-Paste-Vorgang verurteilen, da für viele der eigene Blog auch als ein Archiv dient oder die Nachricht tatsächlich ungewöhnlich ist etc. ist. Aber die gute Mischung sollte doch drin sein. Aber jedem das seine. Da gehe ich halt nicht mehr hin.
Was doppelte Einträge in Jurablogs angeht, bin ich anderer Meinung. Ich schreibe in meinem Blog nicht für Jurablogs. Wenn eine Nachricht in meinen Blog passt, dann setze ich ihn rein auch wenn es bereits 100 Mal bei Jurablogs erschienen ist. Das ist mir sowas von egal.
Gruß
Auf meinungsbetonte Artikel setze auch ich. Hier eine Kostprobe: http://37sechsblog.de/?p=770
@4 Suchen Sie mal eine Entscheidung neueren Datums per Aktenzeichen mit Hilfe von einer Suchmaschine. Bei den Treffern handelt es sich meistens um Blogs. Sie sagen langweilige Copy & Paste Blogs, ich aber sage “Danke!”. Einfacher geht es nicht.
Wie dem anderen (3) DPMS-Leser (es gibt scheibar nicht wenige) stört mich nur die immer mehr zunehmende Werbung in eigener Sache bzw. die Selbstdarstellung, aber das ist hier nicht Thema.
@DPMS seien wir mal ehrlich, das Berlin Blawg hat auch nur besseren Copy&Paste Content. Allerdings finde ich das im Gegensatz zu Ihnen auch nicht schlimm, da es kaum Selbstdarstellungen enthält und vielfach über interessante Entscheidungen informiert. Ich finde es gut, daß Sie dieses Blog vom Kanzlei Blawg abgetrennt haben, das sollte Schule machen. Hier wäre ich allerdings von Copy&Paste enttäuscht…
Was die Leserzahl anbetrifft, so bin ich in der gängigen Definition ein B-Blogger der Unterschicht (100>Leserzahl<500).
Mit dem Content in BERLIN BLAWG kann ich auch nicht vehement widersprechen. Jedenfalls bleibt mir noch zu sagen, dass wir uns bei BERLIN BLAWG meist die Mühe machen, Sachverhalte und Rechtsauffassungen Dritter in eigene Wort zu fassen.
Was mich störte und stört, sind Blogs, die wirklich nichts anders machen als Pressemitteilungen zu kopieren und den Link zur Quelle drunter setzen. Ist das echtes Blogging im ursprünglichen Sinne? Also, wenn ich im Web suche, dann finde ich doch meist auch die Original Meldung zum kopierten Blogbeitrag. Ich weiß ja nicht…
Sie sagen es, wenn Sie sich Mühe geben finden Sie die Originalpressemitteilung. Aber leichter findet man sie eben in bzw. mit Blogs.
Teilweise werden dort auch Zusatzinformationen veröffentlicht oder auf andere Urteile etc Bezug genommen.
Das in eigene Worte fassen halte ich für problematisch, da die Mitteilungen meist schon stark verkürzt sind. Ein Umschreiben kann dabei unnötigerweise zu einer Sinnverfälschung führen. Daß Sie z.B. in der Lage sind, Texte umzuschreiben, davon gehe ich aus, aber wozu die Mühe? Ein Blawg soll juristische Informationen weitergeben.
Sicherlich sind auch Geschichten aus dem Anwaltsalltag interessant, aber ich weiß nicht, ob sich so mancher Mandant gerne in einem Blogbeitrag wiederfindet. Auch die Beiträge über Dritte, wie z.B. diesen Callboy, fand ich persönlich nicht so angebracht. Da haben Sie sich aber auch löblicherweise herausgehalten.
Ich finde es gut, daß Sie einen “privaten” Blog neben Ihrem Blawg schreiben und dort auf juristische Themen verzichten. Hier lese ich gerne.
Mich stört wie gesagt nur die Selbstdarstellung einiger Blogschreiber. Bei einer Privatperson mag es noch in Ordnung sein, in einem Blawg wirkt es wie billige Werbung…