SPIEGEL online berichtet, dass nach britischen und deutschen Geheimdienstaussagen möglicherweise ein Terroranschlag auf das Internet bevorstehe. Darüber hatte ich bereits kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 spekuliert und mit Freunden darüber diskutiert. Aufgrund der Struktur des Internets, das ursprünglich vom Militär entwickelt wurde, um auch in Krisenzeiten über weite Entfernungen kommunizieren zu können, ist das Internet aber nur schwer angreifbar. Darum hielten die meisten einen Anschlag auf das Internet nur für schwer vorstellbar.
Es wird wohl unterschieden werden müssen zwischen Angriffen durch Terroristen mit dem Internet und solchen Angriffen, die sich gegen das Internet als solches richten. In der ersten Variante ist denkbar, dass Hacker-Terroristen versuchen werden, in sensible Datennetze einzudringen, um so die Kontrolle über Atomreaktoren, Bahnhöfe und Flughäfen, Staudämme oder Stromwerke zu gewinnen. Die letztere Variante wäre wahrscheinlich noch viel verheerender, wenn man sich vorstellt, was wäre, wenn das Internet in ganz Deutschland über mehrere Wochen ausfallen würde. Das Internet ist zwar durch seine Struktur dezentralisiert aufgebaut, jedoch benötigt auch das Internet Knotenpunkte, wo viele Leitungen zusammenlaufen. Auch in den Ozeanen liegen Leitungen, über welche ein großer Datenstrom zwischen den Kontinenten stattfindet. Wenn ein Angriff gleichzeitig auf verschiedene Knotenpunkte stattfinden sollte, dann könnte im Erfolgsfall das Internet stark eingeschränkt werden. Ich müsste bei meiner täglichen Arbeit drastisch umdenken. Ganz schlecht sieht es für diejenigen aus, die völlig serverbasiert arbeiten und ihre aktuellen Daten nicht auf dem eigenen Rechner sichern.
Hoffen wir, dass die Terroristen keinen solchen Anschlag erfolgreich durchführen werden.










































