“Vergangene Woche tat der 26-jährige Supermarktangestellte Kevin Ray Underwood aus Oklahoma vor allem zwei Dinge. Er fütterte seine verschiedenen Webseiten und sein Blog mit Daten und er entführte und ermordete ein zehn Jahre altes Mädchen, dessen Leiche er essen wollte, nachdem er sie geschändet hatte.”
(Quelle: SPIEGEL ONLINE)
Ein schauriger Fall in der Blogszene. Underwood hatte selbst in seinem Blog Andeutungen über die Tat gemacht. Im Blog von OptyMyst werden weitere digitale Spuren von Kevin Ray Underwood aufgelistet.
Weshalb Johannes Boie die Einleitung seines Beitrags bei SPIEGEL ONLINE dergestalt sarkastisch formulierte, dass Underwood verschiedene Webseiten gefüttert habe und anschließend eine Leiche essen wollte, ist nicht klar. Vielleicht liegt es an der Art und Weise des Autors mit schrecklichen Erlebnissen umzugehen?
Tod in Hagen
Ich erinnere mich daran, dass ich als Rechtsreferendar einen Tag mit der Polizei in Hagen verbrachte. Am Abend kam ein Notruf vom Hauptbahnhof Hagen. Ein Mädchen auf den Gleisen unter einen abfahrenden Zug geraten, hieß es in der Eilmeldung. Zwei Polizisten sind daraufhin losgefahren. Mich haben sie nicht mitgenommen. Ich konnte mich nicht schnell entscheiden. Ich ahnte, dass es kein schöner Einsatz werden würde. Noch bevor die beiden Polizisten zurückkamen, wussten wir auf der Wache, dass das Leben des 17-jährigen Mädchens nicht mehr zu retten war. Sie verstarb noch an Ort und Stelle auf den Gleisen. Die beiden Polizisten verhielten sich unterschiedlicher wie es kaum denkbar ist. Der eine Polizist zog sich schweigend zurück, wollte gleich nach Hause. Der andere Polizist dagegen alberte herum und versuchte witzig zu sein. Seine Späße wirkten allerdings auf keinen der Anwesenden besonders lustig.
Gebrüder Grimm
Die Gebrüder Grimm verlegten in ihrem berühmten Märchenband Kinder- und Hausmärchen ebenfalls Phantasien wie sie Kevin R. Underwood oder Armin Meiweis an den Tag gelegt haben. In dem wohl berühmtesten Märchen von den Brüdern Grimm Hänsel und Gretel ist eine böse Hexe die Kannibalin. Für die böse Hexe sind kleine Kinder ein Festschmaus. Schon merkwürdig, dass solche grausamen und perversen Kindergeschichten so großen Erfolg haben konnten. Folgende Auszüge aus dem Märchen Hänsel und Gretel belegen die gespenstischen Phantasien der “1000 DM-Brüder Grimm”.
Die Alte hatte sich nur freundlich angestellt, sie war aber eine böse Hexe, die den Kindern auflauerte, und hatte das Brothäuslein bloß gebaut, um sie herbeizulocken. Wenn eins in ihre Gewalt kam, so machte sie es tot, kochte es und aß es, und das war ihr ein Festtag.
[…]
“Da packte sie Hänsel mit ihrer dürren Hand und trug ihn in einen kleinen Stall und sperrte ihn mit einer Gittertüre ein. Er mochte schrein, wie er wollte, es half ihm nichts. Dann ging sie zur Gretel, rüttelte sie wach und rief: “Steh auf, Faulenzerin, trag Wasser und koch deinem Bruder etwas Gutes, der sitzt draußen im Stall und soll fett werden. Wenn er fett ist, so will ich ihn essen.”
[…]
“Heda, Gretel”, rief sie dem Mädchen zu, “sei flink und trag Wasser ! Hänsel mag fett oder mager sein, morgen will ich ihn schlachten und kochen.”
Das Lied von Hänsel und Gretel
Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein.Hu, hu, da schaut eine alte Hexe raus!
Lockte die Kinder ins Pfefferkuchenhaus.
Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not!
Ihn wollt’ sie braten im Ofen braun wie Brot.Doch als die Hexe zum Ofen schaut hinein
ward sie gestoßen von Hans und Gretelein.
Die Hexe mußte braten, die Kinder geh’n nach Haus.
Nun ist das Märchen von Hans und Gretel aus.












































