Kann denn Überholen Sünde sein?

Nach Ansicht des Vatikans können waghalsige Überholmanöver im Straßenverkehr Sünde sein.

“Der Straßenverkehr ist nach Auffassung des Vatikans ein heißes Pflaster für Christen: “Selbst gefährliches Überholen kann Sünde sein”, warnte Kurienkardinal Renato Martino in Rom bei der Vorstellung eines Verhaltenskodexes der katholischen Kirche für Verkehrsteilnehmer.”
(Quelle: Yahoo)

Wer hätte das gedacht? Aber unter welches der Zehn Gebote für Autofahrer fällt das waghalsige Überholmanöver?

Die Zehn Gebote für Autofahrer
1. Du sollst nicht töten.
2. Die Straße soll ein Ort der Zusammenkunft von Menschen sein, kein Ort tödlicher Verletzungen.
3. Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Klugheit werden Dir helfen, mit unvorhergesehenen Zwischenfällen fertigzuwerden.
4. Sei mildtätig und hilf Deinem Nachbarn in Not, vor allem hilf Opfern von Unfällen.
5. Autos sollen kein Ausdruck von Macht oder Dominanz sein und keine Mittel zur Sünde.
6. Sei wohltätig und unterstütze die Jungen und nicht so Jungen, dass sie nicht fahren, wenn sie nicht in dem entsprechenden Zustand dazu sind.
7. Unterstütze die Familien von Unfallopfern.
8. Bringe Schuldige an Unfällen und ihre Opfer zusammen zur rechten Zeit, damit sie die befreiende Erfahrung von Vergebung erleben können.
9. Schütze die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf der Straße.
10. Fühle Dich für andere verantwortlich.

Das 1. und 2. Gebot erfasst u.a. Fälle der gefährlichen Eingriffe in den Straßenverkehr gem. § 315b StGB. Passt hier nicht. Die Lösung könnte sein, dass das waghalsige Überholmanöver unter die Gebote 3., 5. und 10. fällt , wobei die letzteren Gebote wegen Subsidiarität vom spezielleren 3. Gebot verdrängt werden.

Auf die Erstellung einer derartigen Gebotsliste für den Straßenverkehr kommt natürlich nur ein guter (katholischer) Christ, der in anderen Verkehrslagen möglichweiser zu kurz kommt und deshalb vielleicht einfach zu viel Zeit hat.

Das Problem der Kirchen liegt leider darin, dass die meisten Führer, die in ihren Kirchen, was zu sagen (predigen) melden haben, oft reines Wasser predigen, aber hinter den Kulissen Wein saufen. Das gilt praktisch für alle fünf großen Weltreligionen, dem Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum. Wobei die Buddhisten als kleinste Gruppe auf der Welt aus meiner Sicht am besten wegkommen.

Mein Tipp für die katholische Kirche: Weg mit dem Zölibat für alle katholischen Kirchenknechte (Diakone). Nur ganz besondere Kirchenknechte sollten sich das Zölibat auferlegen dürfen. Also, wie ein aufmerksamer Leser schrieb, gilt das Zölibat nur bis zur Weihe zum Diakon. Ich habe schlecht recherchiert und das, was ich über das Zölibat gelesen habe, kam mir auch noch sehr widersprüchlich bis unverständlich vor.

Das Zölibat ist auf Dauer nur für ganz wenige Menschen geeignet, in höhere Sphären aufzusteigen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Messdiener in ihrer kirchlichen Tätigkeit Opfer von ausgehungerten Diakonen geworden sind. Leider gibt es immer wieder Fälle, die nicht von den Kirchen vertuscht werden konnten und an die Öffentlichkeit gedrungen sind.

Pfui, Teufel!

Passend zu den neuen Geboten hier noch ein Verweis zum offenen, satirischen Brief eines Amerikaners an Laura Schlessinger, eine US-Radio-Moderatorin, die öffentlich predigte, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann.

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