Verschärftes Nachdenken brachte mich zu der Selbsterkenntnis, dass ich in einem Dilemma stecke. Paradox daran ist, dass ich einerseits sehr harmoniebedürftig bin und nicht gern mit anderen streite. Andererseits zeige ich aber gern mit dem Finger auf andere, die sich in meinen Augen zu arg daneben benehmen. Dabei kann es mir leider schnell passieren, dass ich am Ende zu weit gegangen bin, weil die Salzkruste am Finger zu dick aufgetragen war, der Finger zu tief in der Wunde steckte und zu oft in der Wunde umgedreht wurde.
Ich fasse mein Dilemma als ein konstruktives Dilemma auf, das mit der nachfolgenden Formel aus der Booleschen Algebra, die bei jeder gewählten Entscheidung zu demselben Ergebnis führt, auf den Punkt gebracht werden kann.
Ich werde also weiter ferngelenkt durch den kategorischen Imperativ in mir handeln, wie Immanuel Kant es von sich und seinen Mitmenschen erwartete:
“Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.”
Ich erwarte daher auch, dass ich für meine Fehler kritisiert werde. Sehenden Auges blicke ich den salzigen Fingern meiner Mitmenschen entgegen.
Nachtrag
Dieser Beitrag namens WOUNDPUINT hieß ursprünglich einfach Wunder Punkt, wollte ich schon längst gesagt haben.










































